Folge 7: 8. Woodstage Festival – 13.07.02 Gründelpark, Glauchau:

Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Rittis Feierabend. Nach längerer Pause war ich mal wieder für euch unterwegs um vom diesjährigen Woodstage-Festival zu berichten, das im achten Jahr seines Bestehens erstmalig über volle zwei Tage stattfand und mit einem sehenswerten Programm aus nationalen und internationalen Top-Acts der Gothic-, Metal- und Electroszene knapp 10.000 Fans zu einer ausgelassenen Party in den Glauchauer Gründelpark lockte.

So hatte der Veranstalter In-Move, der auch für das alljährliche Wave-Gotik-Treffen verantwortlich zeichnet insgesamt 18 Bands verpflichtet, die quer durch alle schwarzmusikalischen Geschmäcker für jeden Besucher etwas boten. Dabei kamen die Mittelalter- und Folkfreunde mit Subway to Sally, Mutabor, Mila Mar und Fiddler´s Green voll auf ihre Kosten, für die Elektroniker gab es unter anderem  Hocico, Crüxshadows, VNV Nation, And One und Project Pitchfork und der Rockfraktion wurde mit Unheilig, Knorkator, Apocalyptica und The Cure ebenfalls ein sattes Programm offeriert.

Auf dem Papier stand somit ein richtig duftes Festival in Aussicht, für das ich mir nicht zu schade war 400 Kilometer quer durch Deutschland zu Reisen, um mittels Tageskarte dem samstäglichen Treiben im Gründelpark einen Besuch abzustatten.

 

Freitag 23:30 Uhr – Ein Festivalwochenende beginnt....:

...doch wie das Leben manchmal so spielt kommt es bei einem gelungenen Festival neben dem Programm auch auf eine halbwegs durchdachte Organisation an. Was sich jedoch bei der Ankunft am späten Freitagabend offenbarte, muss man schlichtweg als Katastrophe bezeichnen: Nachdem ich anhand der spärlich aufgestellten Hinweisschilder „Parkplatz - Open Air“ mit Mühe und Not das Festivalgelände gefunden hatte, begann die Suche nach dem Besucherparkplatz. Auf Anfragen beim Ordner bekam ich dann einen Ort zugewiesen, der sich am folgenden Morgen als Privatgrundstück mit Zutrittsverbot Unbefugter herausstellte. HALLELUJA!

Hiermit nahm die Katastrophe jedoch lediglich ihren Anfang und der nächste Knaller ließ nicht lange auf sich warten: Als ich erneut zum Gelände lief um mich nach dem Campingplatz zu erkundigen kam dieses mal ein kahlgeschorener Ordner mit Gummiknüppel anmarschiert dem meine Anwesenheit scheinbar überhaupt nicht in den Kram passte. Auf die Frage wo es denn zum Campingplatz ginge (der im übrigen nicht ausgeschildert war) schickte er mich in Richtung eines dunklen Waldpfads der als Sackgasse endete. Als ich kurze Zeit später wieder auf den freundliche Ordner traf grinste er mich triumphierend an und machte mit den Worten „So, das haste jetzt davon“ unmissverständlich klar, welche Freude er daran hatte orientierungslose Besucher in die Wüste zu schicken. Herzlichen Dank (Arsch!)!

Der nächste Freudenspender erwartete mich dann auf dem richtigen Weg zum Zeltplatz. Hier hatte der Veranstalter weitestgehend auf Beleuchtung der Trampelpfade verzichtet, sodass der mitternächtliche Marsch zum ernsthaften Sicherheitsrisiko wurde. Leicht hätte hier ein betrunkener Festivalbesucher in den angrenzenden See geraten und ertrinken können, zumal die diversen Gabelungen des Waldweges nicht einmal beschildert waren und ohne Weiteres die Möglichkeit bestand sich an das ungeschützte Seeufer zu verirren.

Am Morgen danach setzte sich das Chaos nahtlos fort: Der zugewiesene Parkplatz war keiner, soviel stand einmal fest! Aber wo ist der richtige? Der Ordner am Hinterausgang des Campingplatzes hatte keine Ahnung, ein anderer war nicht in Sicht, also fuhr ich dem einzigen Hinweisschild nach, dass mich quer durch die Stadt hinaus zu einem Flussufer führte, an dem bereits einige Fahrzeuge standen. Leider war der Parkplatz aber nicht befahrbar, denn an der Zufahrt stand ein Wagen quer in dem, wie ich später erfuhr, der Kassierer seinen Schönheitsschlaf vollzog.

Mittlerweile hatte sich das Woodstage Festival zum Wutstage-Ärgernis entwickelt und wer denkt von nun an ginge es bergauf, der irrt! Denn kaum war das Auto geparkt wartete schon die nächste unliebsame Überraschung auf mich: Der nicht explizit als Campingzugang ausgewiesene Schotterweg führte nach anderthalb Kilometern Marsch direkt zum Zeltplatz, wo sogleich alle Besucher die lediglich zum Festivalgelände wollten abgewiesen und dazu angehalten wurden außen herum durch die Stadt zu laufen. Konsequenz: Einen weiterer Fußmarsch von 4-5 KM.

Völlig ausgepumpt und nervlich am Ende kam ich dann nach etwas mehr als einer Stunde wieder dort an wo ich bereits am Vorabend diverse Wunderlichkeiten bestaunen durften. Doch was mich nun dort wartete konnte man nur als blanken Hohn bezeichnen. Da ich wie eingangs erwähnt lediglich über eine Tageskarte verfügte wurde ich erneut von einem Ordner mit grimmig guckendem Pitbull-Terrier abgewiesen und zu einer Einfahrt gelotst die früher am Morgen noch mit einem undurchsichtigen Gatter verbarrikadiert war. Nun aber lag der Blick auf einen riesigen Hauptparkplatz frei von dem zuvor kein Ordner etwas gewusst haben wollte. Als dann beim Einlass noch ein Blaumann meine lebensnotwendige Wassernotration in Form zweier 0,5 Liter Pet-Flaschen abnahm (mächtig gefährlich), bzw. die Frechheit besaß mich dazu anzuhalten sie selbst zu entsorgen, verwandelte sich anfänglicher Unmut in puren Frust. Stinksauer und giftig motzende schmiss ich also das kühle nass in den bereitstehenden Plastikeimer und passierte sozusagen die„Gates of Hell“.

Gott sei Dank hatte nun der Spießroutenlauf endlich ein Ende gefunden, denn meine Stimmung befand sich angesichts der zahlreichen Ungereimtheiten und Security-Ausfälle mittlerweile auf dem absoluten Gefrierpunkt und ich kam mir vor wie ein geneppter Tourist, der aus dem Reisekatalog eine Südsee-Finca mit azurblauem Pool bucht, dann aber vom Veranstalter an irgendeinen Brackwassertümpel mit Plattenbau in Niedertupfingen gekarrt wird. Ganz große Klasse! Jetzt lag es allein bei den Bands in die Bresche zu springen um das frustige Chaos zu übertünchen und den 13. Juli in einen unterhaltsamen Spaßbolzen zu verwandeln.

 

13:30 Uhr - Pzycho Bitch:

Unterstützt von herrlichem Sonnenschein bei (noch) angenehmen Temperaturen fiel pünktlich um 13:30 Uhr der Startschuss für das heutige Mammutprogramm. Als erste durften sich Pzycho Bitch auf der geräumigen, jedoch bei Leibe nicht riesigen Bühne profilieren. Immerhin konnte das Trio seit ihrem Debütalbum „Eden“ im  vergangenen Winter bereits einige Achtungserfolge feiern und mit ihrer Mixtur aus hartem Noise-Electro und pumpendem Industrial stellten sie in jedem Fall den idealen Wachmacher für ein verschlafen dreinblickendes Publikum dar.

Leider hatten die Pzycho-Schlampen Stefan (Sequencer), Frank (Keyboards) und Sina (Vocals) anfänglich mit technischen Ungereimtheiten zu kämpfen:
So stand für Sina neben einem falsch gepegelten Handmikro noch ein klassisches Ständermikrofon bereit, was allerdings nicht richtig angeschlossen war. Somit wechselte Sina diverse male kopfschüttelnd ihr Sprachrohr in der Hoffnung dass der Mann am Mischpult endlich den Knopf fände um wenigstens eines der Mikros ordnungsgemäß ans Laufen zu bringen. Dazu benötigte dieser dann auch eine knappe Minute, bis die Show endlich vernünftig vonstatten gehen konnte. Zwei Stücke später offenbarte sich jedoch das nächste Hemmnis: Irgendwie klang der Sound angesichts hämmernder Electrobeats reichlich lasch, sodass Sina mit einer unmissverständlichen Geste an das Mischpult mehr Dampf forderte. Quittiert wurde dieser Antrag jedoch durch einen ratlosen Blick von der Seite mit anschließender Untätigkeit. Erst als die Sängerin mit dem pinken Haar ihr Publikum mit „Wollt ihr es auch lauter haben?“ ansprach und ein unmissverständliches „Ja“ als Antwort erschallte, ließ sich der Mischmann dazu hinreißen ein wenig mehr Druck auf die Boxen zu geben.

Von nun an taute das bisher frostige Klima zwischen Künstlern und Besuchern auf und entwickelte sich allmählich zur Party.  Hits wie „Wake up“, „Out of my Mind“, „Big Lover“ und „Come Back II“ donnerten wuchtig drauflos, wodurch sich auch die Kulisse vor der Bühne successive füllte. Außerdem hatten die Drei einen nagelneuen Song im Gepäck, der trotz seines ungewohnt melodischen Sounds sehr wohlwollend aufgenommen wurde. Nach 35 Minuten fand die energiegeladene aber deutlich unterbewertete Show mit den Worten „Wir sehen uns beim M´era Luna“ leider schon ihr viel zu frühes Ende.

 

14:30 Uhr - Mutabor:

Als nächstes stand die Berliner Formation Mutabor auf dem Programm, eine Band mit der ich mich erst kurz vor dem Festival vertraut machen konnte und auf die ich durch verschiedene, höchst partytaugliche Hörproben der Kategorie punkiger Folkrock mit Raeggaeeinflüssen schon reichlich gespannt war. Scheinbar ging es mir auch nicht alleine so, denn mittlerweile hatte sich der Platz vor der Bühne achtbar gefüllt und gute tausend Köpfe blickten dort hin wo sich die 6 bunt gekleidete Musiker positionierten um dem Gründelpark so richtig einzuheizen.

Sehr zu meiner Überraschung schlugen die Hauptstädter dann aber nicht gleich mit einem Dampfhammer zu. Stattdessen läuteten sie ihre Spielzeit mit zwei gemächlicheren Songs aus dem aktuellen Album „JaJa“ ein, deren Unterhaltungswert sich allerdings stark in Grenzen hielt.

Erst mit fortlaufender Dauer zogen Mutabor das Tempo an und ließen mit „Abgestandenes Bier“, „Es gibt keine Liebe“ und „Nebenwirkung“ einige ihrer Gassenhauer von der Kette, die sofort mit wüstem Pogo und lautem Gegröle vor der Bühne quittiert wurde. Versetzt mit kleineren Verschnaufpausen in Form neuer Stücke (z. B.: „Revolution“), entwickelte sich das Konzert zur ernsthaften Partybombe, die nach knapp 40 Minuten mit „Ich möchte dich gern kennenlernen“ eindrucksvoll zur Explosion gebracht wurde. Da störte es auch niemanden mehr das eben jener Song gleich zweimal begonnen werden musste, da ein defekter Tonabnehmer die Akustik-Gitarre des Mutabor-Sängers außer Gefecht setzte.

Alles in allem lieferten die bunte Truppe einen kurzweiligen Auftritt für sonnige Gemüter ab, der in Ermangelung einiger Hits wie „Lump“ jedoch nach angezogener Handbremse roch. Dennoch gehören die Berliner sicherlich zu den Bands die man im auf der suche nach einer guten Party im Auge behalten sollte (Selbst wenn der Sänger mit seinen Raeggae-Tanzeinlagen zuweilen aussah wie ein Rentner beim Wassertreten ;->). 

 

15:25 Uhr - Unheilig:

Nach derart viel guter Laune war nun die Zeit reif für Unheilig. Und wo eben noch Mutabor mit schrägem Hippieoutfit für den Farbtupfer des Festivals gesorgt hatten, herrschte nun wieder schwarz-graues Einerlei vor als die fünf Herren der unheiligsten Band Deutschlands die Bühne enterten. Wer nun allerdings große Sprünge von der Combo um Frontmann „Graf“ erwartete sah sich getäuscht:

Geprägt durch die Stücke ihres Debütalbums Phosphor spielte die Band ein Programm herunter, das stellenweise nicht mit Peinlichkeiten geizte. Zwar konnten Hits wie „Sage Ja!“ (welcher übrigens gleich zu Anfang verpulvert wurde) durchaus Überzeugen doch im Übrigen steuerten die Unheiligen so ziemlich jedes Fettnäpfchen an, in das man als Band treten kann: Angefangen beim echt obergruftigen Outfit der Marke „Welche Sonnenbrille ist die coolste?“ über ausgeprägtes Posing bis hin zu künstlerisch wertvollen Ansagen des Grafen der Marke Otto Waalkes auf Valium.  Darüber hinaus boten Unheilig musikalisch ein Programm irgendwo zwischen eingeschlafenen Füssen und der Ultra-Gothic-Hitparade, sodass das närrische Treiben schnell an Unterhaltungswert verlor.

Da es mir nach einigen Minuten schlichtweg zu blöd wurde, zog ich es vor eine kleine Kunstpause einzulegen und mich fortan auf der Verkaufsmeile des Gründelparks herumzutreiben, wo ich aus der Distanz noch hören konnte wie Graf Unheilig und seine Schergen auch noch das letzte Fünkchen Anstand über Bord warfen und mit der hauseigenen Coverversion zum Sisters of Mercy Klassikers „This Corrosion“ auch noch den Tatbestand musikalischer Grabschändung erfüllten. Prädikat überflüssig!

 

16:25 Uhr - Knorkator:

Nun kommen wir mal zu einer Band mit deren Live-Shows man in der Regel so manch engbeschriebene DIN A 4 Seite füllen könnte: KNORKATOR! Oder wie sie sich selbst bezeichnen: „Deutschlands meiste Band der Welt“. Wie nicht anders erwartet entwickelte sich bereits der Soundcheck zum bizarren Happening: Bandkopf Alf Ator und Sänger Stumpen verdingten sich hierbei mit seltsamem Gemurmel und eigenwilligen Grimassen und sorgten schon vorab für den ein oder anderen Schmunzler beim ungeduldig wartenden Volk. Zudem stand direkt vor mir ein leicht untersetzter Herr der mit Ausnahme seines original Knorke-Shirts Sänger Stumpen bis aufs  nicht vorhandene Haupthaar glich. Wie ihr euch sicher denken könnt dauerte es nicht lange bis dieser auf sich aufmerksam machte und der Original-Stumpen verdutzt in sein eigenes Antlitz schaute. So viel zum Thema „Ich lass mich Klonen“.

Dann war Showtime: Stumpen nahm mit einer Gitarre bewaffnet auf einem Hocker Platz und begann mit überspitzt konzentrierter Mine einige Akkorde zu spielen zu denen er mit knarziger Stimme „Ick hasse Musik“ sang. Die Ruhe vor dem Sturm, wenn man so wollte, denn kaum hatte er geendet, sprangen Alf Ator und Buzz Dee mit bizarrem Kopfschmuck, bestehend aus angebundenen Schultüten auf die Bühne und gaben mit „Verflucht und Zugenäht“ das Startsignal zum kollektiven Freudentaumel. Natürlich dauerte es auch nicht lange, bis es Stumpen in seinem Ganzkörperanzug zu warm wurde und er sich vor versammelter Mannschaft die störende Joppe vom Leib riss um den Blick auf seine zahlreichen Tattoos frei zu geben. Lediglich mit einer hautengen Turnhose beschürzt hüpfte er fortan wie Rumpelstilzchen über die Bühne oder vollführte zu Songs wie „All that she wants“, „Ich will nur Fick´n“ und „Ich lass mich klonen“ abgedrehte Verrenkungseinlagen irgendwo zwischen Ballett und Kampfsport.

Seinen heftigsten Auftritt lieferte das Köpenicker Unikum allerdings bei „Böse“: Hier griff ausnahmsweise Alf Ator zum Mikrofon, während Stumpen mit unorthodoxer Rücklinks-Technik am Bühnenmasten hochkraxelte um sich dort vor versammelter Mannschaft auch noch seines letzten Kleidungsstückes (der engen Turnhose) zu entledigen und stolz seinen Allerwertesten in die Runde zu zeigen. Damit aber noch nicht genug: Nun kletterte er ein weiteres Stück den Masten hinauf, drehte sich der Menge zu, holte Schwung und stürzte sich aus geschätzten 7-8 Metern Höhe in das johlende Publikum. Kamikaze pur! Wahnsinn!

Angesichts solcher Einlagen ging dann beinahe unter, dass Knorkator einige neue Songs im Gepäck hatten (ein uriges Lied über den Horizont und ein Aliyaah Cover). Viel lieber verlegten sich die Jungs mit dem Clown zum Frühstück auf ihre markanten Showeinlagen oder eingestreute Effekte, wie dem Verschießen von Glitterkonfetti und Haarbüscheln!!?!?.

Entsprechend „Effektvoll“ gestaltete sich auch das Finale: Hier kamen nun einige Utensilien zum Einsatz, die bisher noch unschuldig im Hintergrund gelegen hatten. Die Rede ist von Schutzanzügen, Bauhelmen, Atemmasken, einem Schutzschild den Stumpen ergriff, sowie zwei eigentümlichen Kästen, die Alf Ator vorsichtig in Richtung Bühnenrand schleifte und nach dem Refrain vom „Ganz besonderen Mann“ begann das Spektakel:
Alf und Stumpen, mittlerweile in Schutzmontur gehüllt, griffen mit ihren Handschuhen in die Kisten, holten verschnürte Windelbündel heraus und schmissen sie unter dem Vorwand „Jetzt gibt’s Geschenke“ Stück für Stück in die tosende Menge. Angeblicher Inhalt der Bündel: Kot und Fischreste!

Keine Frage dass sich diese mittlere Schweinerei prompt zum Bummerrang entwickelte und die eben noch gefeierten Helden mit stürmischem Trommelfeuer aus stinkenden Windeln von der Bühne gejagt wurden.

 

17:25 Uhr - Mila Mar:

Nach so viel Aufregung war es nun an der Zeit für einige Momente der Ruhe: Mila Mar standen auf dem Programm, die mit ihrer kunstvoll Arrangierten Mixtur aus klassischen Elementen und modernen Synthisounds den Glauchauer Gründelpark in eine verträumte Phantasielandschaft zu verwandeln versuchten. Leider hatten die Göttinger nach den eben von der Bühne geeilten Knorkator einen wahrlich schweren Stand. Denn obwohl auch sie eine nicht unerhebliche Zahl an Fans vor der Bühne versammeln konnten, entstand ein wenig der Eindruck, dass die meisten Besucher nun viel lieber weiter gefeiert hätten, anstatt sich mit hörintensivem Fantasy-Darkwave berieseln zu lassen.

Dennoch liess sich das Quartett, angeführt von Sängerin Anke Hachfeld nicht unterkriegen und zeigte welch musikalische Klasse in ihm steckt. Angefangen mit „Hmm´Ba“ aus dem Album Nova arbeiteten sich die Göttinger Stück für Stück durch ihr aktuelles Album „Elfensex“ und verbanden dabei mittelalterliche Elfentänze, Jungfrauen von Orleans, Visionen des 21 Jahrhunderts sowie das fast schon opernhafte „Was bleibt“ zu einem beeindruckenden Klangerlebnis. Immer wieder erzeugten die Vier mit ihren Song eine Gänsehautatmosphäre, die vor allem durch Anke Hachfelds gewaltigen Stimmumfang noch intensiviert wurde. Der Sängerin sah und hörte man förmlich an, wie sie vollends in der Musik aufging und Mila Mar auf der Bühne lebte.

Fasziniert durch die Mixtur aus mystischen Klängen, beeindruckendem Gesang und dezentem Schauspiel kippte die eingangs reservierte Stimmung um und Mila Mar , die für Gewöhnlich in die Kategorie Geschmackssache einzuordnen sind, konnten in Glauchau einen Achtungserfolg verbuchen, bei dem sie wieder einmal so manchen Skeptiker überzeugten. Hut ab!

 

18:25 Uhr - Subway to Sally:

Kaum hatten Mila Mar die Bühne geräumt, begann auch schon das hektische Treiben für ein weiteres Highlight des Wochenendes: Subway to Sally.
In kompletter Besetzung machte sich die Stamm-Crew von deutschlands erfolgreichster Folk-Metal-Band daran alle nötigen Requisiten und pyrotechnischen Spielereien für das bevorstehende Konzert bereit zu stellen. Da die Umbauarbeiten aufgrund ihres Umfangs einige Zeit in Anspruch nahmen verdingten wir, sprich meine Wenigkeit und Schlachtgenosse Maik (der wieder einmal mit von der Partie war) uns damit die Zeit sporadisch im Hintergrund auftauchende Sallys ausfindig zu machen und lautstark zu begrüßen. Ebenso ließen wir es uns nicht nehmen Monitormann „Toshi“, der auf der vergangenen Subway-Tour mehr oder minder zur Kultfigur avanciert war (Anwesende wissen warum!) auszurufen.

Leider waren nicht alle dem japanischen Soundmixer gegenüber freundlich gesonnen und so kam es, dass sich einige Reihen hinter meinem Rücken ein offenkundig lebensmüder Fascho dazu hinreißen ließ Toshi mit „Verpiss dich von der Bühne du dummes Auländerschwein“ aufs übelste zu beschimpfen. Toshi war Gott sei dank Profi genug, nicht auf die Anfeindung zu reagieren, sodass eine weitere Eskalation vorerst nicht zu erwarten war. Stattdessen eilte unverzüglich ein Ordner heran, dem wir flugs eine Gasse bildeten. Da der Schreihals jedoch schon von einigen Besuchern verbal zusammengefaltet worden war, beließ es der Ordner bei einer mündlichen Verwarnung. Dennoch bleibt natürlich die Frage was dieser Typ auf einem solchen Musik-Festival verloren hat. Schlichtweg ein Ärgernis!

Nachdem sich die Gemüter wieder ein wenig beruhigt hatten, wurde es jetzt an anderer Stelle laut:
Heimlich still und leise hatten sich Subway to Sally auf der Bühne in Stellung gebracht und begannen mit „Sag dem Teufel 2“ ihre wie immer schweißtreibende Show. Anders als bei den Auftritten zuvor erschienen die Potsdamer jedoch nicht in ihren bekannten Gewändern, sondern präsentierten eine nagelneue Ledermontur. Dabei sorgte Frau Schmitt für den Hingucker des Tages. Sie hatte ihr weißes Kleides nun gegen gewagt schrittfreies Schwarz eingetauscht und präsentierte sich ungewohnt aufreizend.

Viel Zeit zum Staunen blieb allerdings nicht, denn die Sieben mit der Lizenz zum Rocken waren nicht zur Modenschau in den Gründelpark gereist. Stattdessen hatten sie sich vorgenommen jede Sekunde Ihres Auftrittes zu nutzen und auf der Bühne richtig Gas zu geben. Dabei sprachen Gestik und Mimik sprachen eine deutliche Sprache: „Wir sind geil auf Euch, laßt uns Feiern“. Entsprechend forsch ging es dann zur Sache, denn ruhigere Songs wie „Herrin des Feuers“ oder „Wenn Engel hassen“ flogen kurzerhand für härtere Stücke aus dem Set.

Was sich daraufhin vor der Bühne abspielte brauche ich wohl niemandem ernsthaft zu schildern, der schon einmal einem Sally-Konzert beiwohnen durfte: Es war schlichtweg die Hölle los! Mit fast schon brutaler Freude feierten weit über 2000 Fans ihre Band und rockten was das Zeug hielt, als die sieben auf der Bühne einen Knaller nach dem anderen abfeuerten: Henkersbraut, Tag der Rache, Das Opfer, Veitstanz, Ohne Liebe....Zeit zum Durchschnaufen blieb kaum.

Natürlich waren auch sämtliche Showeinlagen wieder mit von der Partie: So fehlten weder die liebgewonnenen Feuerspuckeinlagen, noch die spektakulären Stierkopf-Prügeleien bei „Das Opfer“ oder Erics Versuch sich dem Publikum per Crowdsurfing anzunähern. Bei dieser Aktion wurde es jedoch einem der Security-Leute zu bunt. Er zerrte den eben gelandeten Eric kurzerhand am Haxen zu sich her und wollte ihn aus der Menge befreien. Doch Herr Hecht liebt nun mal sein Publikum und riss sich kurzerhand los um einmal quer über den Platz zu surfen. Fish Airlines vom Feinsten!

Schade nur, dass der Spaß nach 45 Minuten bereits wieder vorbei war. Ein flüchtiger Blick durch die Menge verriet mir, dass eigentlich keiner so recht ans aufhören dachte und die meisten lieber noch weiter mit Subway to Sally gefeiert hätten. Trotzdem verabschiedeten sich STS schweren Herzens um sich auf den Weg zum 500 KM entfernten Zillo Festival zu machen. Hinter sich ließen die Sieben einen Auftritt der zum Besten gehörte, was man seit längerem von ihnen sehen durfte, die neuen Outfits inklusive!

 

19:30 Uhr - Apocalyptica:

Waaaaaasser Waaaaaasser schoß es mir durch den Kopf als Subway to Sally die Bühne verließen. Leicht geplättet eierte ich zur nächstbesten Bierbude um mir einen Schluck kühlen Nasses zu organisieren. Denn als nächstes stand eine nicht minder schweißtreibende Band auf dem Programm die zu allem Überfluss noch die letzte Gelegenheit des Tages darstellte einmal gepflegt das Haupthaar zu lüften. Die Rede ist von Apocalyptica, jenem Finnischen Streichquartett, dass sich seit Jahren damit einen Namen macht Songs von Metallica und Pantera auf Cellos zu ungewohnt neuer Blüte zu bringen. Celli-Metal wenn man so will.

Und genau den gab es nun aus vollen Rohren. Denn anders als im vergangenen Jahr, wo die vier Finnen einen sintflutartigen Regenguss herauf beschworen und den  Glauchauer Gründelpark in eine Sumpfgrube verwandelten (was letztendlich zum Abbruch des Festivals führte), erstrahlte heute die langsam untergehende Sonne, sodass ein neuerlicher Wolkenbruch kaum zu erwarten war.

Nun konnten die nach dem Weggang von Max Lilja neu formierten Apocalyptica zeigen, wie man ordnungsgemäß ein Cello vergewaltigt. Dazu nehme man: Einen Bogen, ganz viel Schweiß und lange Haare, mische dies mit Harten Metal-Arrangements und ab geht die Post.
Perttu und Eicca waren die ersten die sich zur Linken ihres Publikums so richtig in Fahrt brachten und als einzig verbliebene Langhaarträger im Quartett Vollgas gaben. Die anderen Zwei des Ensembles, speziell der wieder eingestiegene Antero Maninnen zeichneten sich dagegen eher als stille Arbeiter aus und ließen ihren Kollegen von der moshenden Fraktion beim Anheizen den Vortritt. Allerdings hielt sie das nicht davon ab, zu „Harmageddon“, „Pray“ oder dem letztjährigen Hit „Path“ an ihren jeweiligen Instrumenten trotzdem ordentlich die Sau raus zu lassen.

Quittiert wurde das hingebungsvolle Treiben natürlich mit begeistertem Applaus und vereinzeltem Gemoshe in Bühnennähe, wobei sich mir allerdings der Eindruck aufdrängte, dass längst nicht alle Zuschauer mit der musikalisch anstrengenden Performance der Finnen etwas anzufangen wussten. Viele schienen lediglich auf einen Song zu warten, den sich Eicca Toppinnen und seine Jungs aber brav bis zur Mitte ihres Sets aufhoben. Die Rede ist von „Nothing Else Matters“, DEM Metallica-Klassiker schlechthin, der bereits im Original in hymnische Sphären aufgestiegen war und als Finnische Celloadaption mehr als nur seinen zweiten Frühling erlebte. Ein Hauch von Gänsehautatmosphäre lag über dem Gründelpark, als die ersten Takte des lang erwarteten Stückes erklangen und 5000 Kehlen die eine so bedeutende Zeile sangen. Da lief auch mir ein wahrer Schauer über den Rücken. Ein echtes Erlebnis!

Doch wer nun dachte dass Apocalyptica nach diesem musikalischen Highlight zur Tagesordnung übergingen, der hatte sich geirrt. Nun kamen die vier erst richtig auf Touren und präsentierten zur allgemeinen Überraschung einen komplett neuen Song aus dem für Januar 2003 geplanten neuen Album, den man schlichtweg als gelungen bezeichnen muss. Es zeigte sich, dass Apocalyptica in den vergangenen Monaten nicht der Stagnation verfallen sind, sondern einmal mehr Ihren Stil weiterentwickelt haben. So waren anstelle der sporadischen Orchestraleffekte vom Cult-Album nun elektronische Effekte zu vernehmen. Zusammen mit dem eingängigen Refrain des Stückes wirkte der erste Eindruck vom neuen Material schlichtweg vielversprechend.

Kurz darauf verabschiedeten sich die apokalyptischen Streicher unter tosendem Beifall aus dem Gründelpark.

 

20:50 Uhr - VNV Nation:

Auszeit! Cu @ M´era Luna! J

 

22:00 Uhr - And One:

Nachdem ich mich während des VNV Nation Konzertes dazu hinreissen ließ einfach mal für eine Stunde Fünfe gerade sein zu lassen und mir eine längst überfallige Auszeit zu gönnen, stand nun mit And One die vermutlich heißersehnteste Band des Abends auf dem Programm. Immerhin hatte Chefdenker Steve Naghavi sowohl sich als auch die Fans mit mehr als einjähriger Bühnenabstinenz ausgehungert und in den vergangenen Monaten durch völlige Funkstille und Schliessung der bandeigenen Homepage für wilde Gerüchte um sein einstiges Vorzeigeprojekt gesorgt.

Entsprechend gespannte Blicke richteten sich zur Bühne als dort zwei mit Leuchtstoffröhren bewährte Gitterboxen aufgestellt wurden, hinter denen sich wenig später zwei weiß gekleidete Herren verschanzten. Und dann fiel der Startschuss für das worauf alle so sehnlich gewartet hatten: 60 Minuten And One vom Feinsten:
Angefangen mit zwei neuen Stücken des kommenden Albums „Agressor“ feierte sich der Gründelpark in Rekordzeit auf Betriebstemperatur. Ganz nach dem Motto: „Wir wissen zwar nicht worauf wir tanzen aber wir tanzen“ sprang, klatschte und johlte eine dicht gedrängte Masse Mensch vor der Bühne auf der Steve Naghavi mit seinen Jungs Chris Ruiz und JO einen Partyknaller nach dem anderen zündete. Unterstützt durch den unerhört druckvollen Sound lieferten die drei eine Show der extraklasse die einer deutlichen Ansage an die Fans gleichzusetzen war. „Wir sind wieder da und back to the Roots“ lautete der Tenor des Auftritts in dem neben den bereits erwähnten neuen Songs der Marke unpoppig in erster Linie Klassiker und härtere Songs der vergangenen Alben zu Protokoll gegeben wurden. Symptomatisch hierfür war, dass vom vergangenen Album „Virgin Superstar“ nur noch die Gassenhauer-Single „Wasted“, sowie die beiden Partykracher „Panzermensch“ und „Wet Spot“ ihren Weg in die Setliste fanden. Bei letzterem outete sich Steve dann auch als vortrefflicher Frauenstimmenimitator da er kurzerhand die Gesangsparts von Ex-And-One „Tastenschlampe“ Annelie übernahm. Welch ein Schauspiel!

Natürlich durften auch Hits wie die allseits bekannte „Deutschmaschine“ nicht fehlen die mit ungewohnter inbrunst dargeboten wurde. Desweiteren griffen And One gleich mehrmals tief in die Mottenkiste und zauberten mit „Metal Hammer“, „Over There“ und „Second Voice“ drei wahrlich olle Kamellen hervor, die mit einem modernisiertem Soundgewandt zu neuer Blüte gebracht wurden. Als die Stimmung so richtig auf dem Siedepunkt kochte, war die Zeit reif für die obligatorische Selbstverarsche: Ringelreihen-tanzende Musiker auf der Reise nach Jerusalem sangen gehaltvolle Songs von Technomännern und plärrten im Chor „Sitatta Tirullala“.

Angesichts solcher Einlagen verwunderte es kaum, dass Steve Naghavi und seine Jungs erst nach Ableistung einer standesgemäßen Zugabe ihr wahrlich gelungenes Comeback beenden durften. „Danke Glauchau, jetzt wissen wir wieder wozu wir da sind!“....wahr gesprochen Steve, bitte in Zukunft wieder mehr davon!

 

23:30 Uhr - Project Pitchfork:

„Pitchfork sehen und Sterben!“ müsste sicherlich die Schlagzeile lauten, um annähernd eine Beschreibung für das Szenario zu finden, das sich vor und während des letzten verbliebebenen Konzertes am heutigen Festivaltage im Glauchauer Gründelpark abspielte. Schon vor dem Auftritt der wahrscheinlich wichtigsten deutschen Electroband „Project Pitchfork“ schien sich der halbe Gründelpark für ein Treffen in der ersten Reihe verabredet zu haben. Anders läßt es sich wohl kaum erklären, dass pünktlich  um 23:30 Uhr vor der Bühne überhaupt nichts mehr ging. Tausende verschwitzter Leiber quetschten sich dicht an dicht um einen möglichst guten Blick auf die langerwarteten Helden werfen zu dürfen. Dummerweise verkehrte sich dieses Unterfangen aber schnell ins Gegenteil, denn als das Licht aufblendete und zu den ersten Takten von „Sin“ die Bühne in ein mystisch-rötliches Licht tauchte brach das völlige Chaos aus: Eine gigantische Kneuelwurst menschlichen Fleisches (und da red ich ausnahmsweise mal nicht von mir) begann sich kreuz und quer vor der Bühne umherzuwälzen und riss alles mit, was sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Im Endeffekt war es beinahe unmöglich das Geschehen auf Bühne zu beobachten, da man permanent aufpassen musste nicht im nächsten Moment unter die Räder zu kommen.

Da ich ebenfalls den taktischen Fehler begangen hatte mich unmittelbar vor der Bühne einzuordnen wollte bei mir somit nicht die rechte Stimmung aufkommen. Zudem hatte ich noch den sinnlosen Versuch geatartet einige Bilder von Peter Spilles und Co. zu schießen, was aber lediglich darin endete, dass es mir um ein Haar die Kamera zerdrosch. Als es dann beim zweiten Song „2069 A.D.“ noch wilder wurde und der Partytaumel endgültig in brutales Geschiebe und Gedresche ausartete zog ich es vor mich aus der Menge zu verflüchtigen und auf den Rest der Show schlichtweg zu pfeifen. Leicht angesäuert und reichlich enttäuscht wühlte ich mich also durch die „Fleischwurst“ bis ich mich nach geschlagenen 5 Minuten endlich freigekämpft hatte.

Aus der Distanz konnte ich dann noch beobachten, dass sich die Pitchies, wie sie auch liebevoll genannt werden, heute ganz in Weiß präsentierten und ähnlich wie zuvor And One die seltene Gelegenheit beim Schopfe packten um live mal wieder richtig die Sau raus zu lassen. Mit vorwiegend aktuelleren Songs vom Schlage eines  „Timekiller“ oder „Existence“ hatten sie dabei ihr Publikum fest in der Hand, das nach wie vor eine Party vom anderen Stern feierte.
Mir hingegen war der Spaß reiflich verdorben und so bekam ich auch nicht mehr die Wiederaufführung des Klassikers „The Island“ mit, da ich bereits schlurfenden Ganges den Rückweg zum endlos weit entfernten Uferparkplatz angetreten hatte (auch eine Art Island wenn man so will).

 

0:20 Uhr - Irgendwo in Glauchau:

Reif für den Jagdschein hatte ich mich also auf den beschwerlichen Rückweg zum Ritti-Mobil gemacht und wie ich durch die noch junge Nacht schlenderte ergabe sich die Gelegenheit einmal über die Ereignisse der vergangenen 24 Stunden zu reflektieren. Was also hatte ich gesehen?

Nun, da waren zum einen die Bands: Etwas glücklose Pzycho Bitch die es durch technischen Problemen  wahrlich nicht leicht hatten, bunte Folkrocker die sich das Leben selbst schwer machten und enttäuschende Unheilige. Knorkator überzeugten mit ihrer abgedrehten Show auf der ganzen Linie während Mila Mar wiederum aus einem ungünstigen Programmplatz noch das Beste machten. Subway to Sally beeindruckten mit einer Atemlosen Show und neuen Outfits, wo die vier apokalyptische Finnen hingegen einen Hauch von Gänsehautatmosphäre in den Gründelpark zauberten. Auch And One boten nach ihrer langer Pause eine druckvolle Comeback-Show bevor Project Pitchfork die letzten Reserven aus ihrem Publikum heraus kitzelten.

Dass es mir bei dieser finalen Show ein wenig zu bunt wurde, passte jedoch vortrefflich zum Rest des Festival-Wochenendes. Hier schloss sich somit der Kreis, den katastrophale Ordner und eine minimale Organisation bereits am Vorabend zu zeichnen begonnen hatten. Somit bleibt trotz des überzeugenden musikalischen Programms ein fader Beigeschmack bestehen der in meinem Fall dazu führt, dass das Woodstage Festival 2002 wohl nicht bloß mein Erstes sondern auch mein Letztes gewesen sein dürfte.

Und spätestens als ich am nächsten Morgen mit einem riesigen Schädel aufwachte war mir eines ganz klar:

NIE WIEDER FESTIVAL ;-)

eurer Ritti!

 


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