Daddy Long Legs - Spezial Album Preview 2002:



       Ersteindruck:      
8-9 / 10 Punkten


Disc Facts:

Release: Nov./Dez. 2002

Spieldauer: n/a

Line Up:

-Marco Bock
(Gesang, Gitarre)

-Irina Flamminger
(Violine)

-Timo Lischka
(Drums)

-Mathias Janke
(Flöten und Saiten)

-Matthias Liebetruth
(Drums, Percussion)

-Frank Polomsky
(ehem. Bass)

WWW: Daddylonglegs.de


Etwas mehr als zwei Jahre ist es jetzt her, dass die Celler Folkrocker „Daddy Long Legs“ ihren zweiten Longplayer „2nd Birth“ veröffentlichten und sich damit weit über die regionalen Grenzen einen Namen machten. Ähnlich einer Verwandlung vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan präsentierten sie nach ihrem folklastigen und eher durchwachsenen 96´er Debütalbum „BSSSsssss“ darauf 13 amtlich produzierte Songs, die irgendwo zwischen Folkrock und mittelalterlichem Pop angesiedelt waren.

Dabei hatte sich das Sextett sowohl personell, wie musikalisch einer Rundumerneuerung unterzogen:

Zwar blieb das Grundgerüst aus altertümlichen Saiteninstrumenten, Flöten, Akkordeon, Geige und 2!!! Live-Schlagzeugen unverändert, doch der fröhliche Wald- und Wiesensound musste in zunehmendem Masse einer melancholischen, bisweilen düsteren Grundstimmung weichen. Hinzu kam, dass mit Marco Bock nun ein neuer Sänger am Mikro stand, der angesichts des neuen Songmaterials um einiges passender zu Werke ging als sein Vorgänger.  Mit fast schon Heppner´eskem Schluchztimbre hauchte er somit besonders den ruhigeren Stücken einiges mehr an Leben ein.

Mit dieser neuen Orientierung gelang es der Band neben ihren Fans aus der Celler Umgebung auch zunehmend Hörer aus der schwarzen Szene auf sich zu ziehen, die durch Bands wie Subway to Sally, Tanzwut oder In Extremo, und Artikel der einschlägigen Magazine auf sie aufmerksam wurden.

Mittlerweile sind über zwei Jahre ins Land gezogen und aus der Provinztruppe von einst ist ein aktiver Teilnehmer am Wave Gotik Treffen geworden, der sich stetig wachsender Popularität erfreut. Doch mit dem Erfolg wächst natürlich auch der Druck und so fragt sich die wartende Fangemeinde natürlich wann es endlich ein neues Album der Daddy Long Legs gibt.

Heute kann diese Frage beantwortet werden und die Antwort lautet: BALD! Denn in den vergangenen Wochen und Monaten haben die Sechs nicht auf der faulen Haut gelegen , sondern Stück für Stück an ihrem dritten Langbein gefeilt. Das Ergebnis dieser Mühen ist ein beinahe fertiggestelltes Album, welches nach Aussage von Live-Drummer Matthias Liebetruth vorraussichtlich im November 2002 in die Läden kommt und den Weg von „2nd Birth“ konsequent weitergeht. Nach einer ersten Hörprobe auf dem Gifhorner Altstadtfest, wo gleich zwei der neuen Stücke präsentiert wurden, kann ich dieser Aussage nur beipflichten:

Sowohl „One Day We Die“, als auch „Kiss Goodbye“ erwiesen sich als melodische Rock/-Popsongs bei denen der Folk-Anteil merklich in den Hintergrund gerückt ist. Ähnlich wie beim „Herzblut“-Album von Subway to Sally setzen die Daddy Long Legs nun verstärkt auf moderne Klänge und spielen Rockmusik mit Folkinstrumenten, anstelle von Folk mit Rockinstrumenten. Daher wirken die Songs um einiges wuchtiger als auf den Vorgängeralben und gehen sowohl textlich, wie stimmungsmäßig weit tougher zur Sache. Titel vom Schlage eines „One Day We Die“, dem man problemlos das Hitpotential von „Life Under Bridges“ zusprechen kann, zeigen bereits deutlich wohin die Reise geht.

Obwohl der Sound des neuen Album voll auf die schwarze Szene ausgerichtet sein wird, soll sich an der Instrumentierung der Stücke nichts Elementares ändern. Auch in Zukunft setzen die Celler voll auf Akustik und tabuisieren eisern den Einsatz von E-Gitarren. Dadurch bewahren sie sich allerdings im Gegenzug davor, gesichtslos im Meer der unzähligen Folkrockbands zu ertrinken. Wodurch das neue Album für alle Freunde des Folk- und Mittelalterrock in höchsten Maße interessant sein wird, da es schlichtweg anders ist.

Fans und solche die es werden wollen dürfen sich also gerne den  November/Dezember 2002 im Kalender anstreichen und gespannt sein auf das neue Album der Daddy Long Legs. Das Warten lohnt sich!

Der Ritter



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